Unsere Zucht / Zuchtziele

Wichtiges vorab: Wir planen nach besten Wissen und Gewissen eine Verpaarung. Dazu nehmen wir gerne viel Zeit, Kosten und Mühen in Anspruch. Es vergehen viele Telefonate mit Verantwortlichen, viele Gespräche zum Austausch der Vorstellung mit erfahrenen Züchtern, neue Kontakte die wir knüpfen, ggf. Ausstellungen/Prüfungen der vorgestellten (Deck)Rüden, die von den Deckrüdenbesitzern besucht werden und natürlich auch ein Besuch des favorisierten Rüdens. Wir machen uns schon weit vor des geplanten Deckaktes auf den Weg, um den Rüden bei seiner Arbeit und in seinem Umfeld genau zu beobachten. Auch lassen wir die Hündin gerne schon weit vorher zu dem Rüden, damit sie sich bereits beschnüffeln können; denn wir wünschen ausschließlich den natürlichen Verpaarungsakt. Das ist auch der Grund, weshalb man an dieser Stelle wissen muss, dass die eigene Vorstellung einer Verpaarung das Eine ist – die Natur eine andere. Es kann also durchaus passieren, dass bestimmte Verpaarungen nicht „planmäßig“ verlaufen, nicht glücken, oder sich gar nicht finden. Ich möchte deshalb um Verständnis bitten, wenn ein Wurf nicht wie geplant stattfindet und/oder wir kurzfristig Änderungen in der Wurfplanung vornehmen. Aktuelle Nachrichten diesbezüglich findet ihr im Menü unter der Wurfplanung, bzw. unter aktuellen Nachrichten. Vielen Dank.

Wir haben mit Hera (vom schnellen Fahnder) den Beginn unsereres Zuchtauftrittes geschaffen. (Neuigkeiten u.U. dazu in den aktuellen Nachrichten)

Hera ist für uns sowohl im In- als auch im Exterieur einmalig, weshalb wir uns zu diesem Schritt, ein Herzenswunsch, entschieden hatten. Oben im Bild ist sie im Alter von ca. 7 Wochen ganz rechts und sticht, wie ich finde, sowohl damals, als auch heute mit ihrem gewissen Charisma hervor.

An meiner  Hündin Hera schätze ich vor allem ihre hochsoziale und gesellschaftsfähige Art mit gleichzeitiger „Umschalt-Möglichkeit“ zu ernster Arbeit.  Dabei bleibt sie stets konzentriert, führig und klar. Sie folgt bedingungslos und würde ihr Leben für mich lassen. Mein Seelenhund 🙂

Für uns ist das mit die beste Voraussetzung; zwar triebvoll, aber dennoch „ruhige“, wesensstarke, triebfeste und gesunde Gebrauchs-Hunde für Sport und Familie zu ermöglichen.  Weshalb mit ihr unsere Grundidee zur Zucht immer mehr heranreifte.

Leider wehrte Hera unsere Auswahl des Deckrüdens vehement ab, während dieser mit energischen Drang und Triebverhalten beeindruckte. Wir wünschten gezielt diese blutliche Verpaarung, weshalb wir uns kurz dazu entschlossen, auf die beiden genehmigten Alternativ-Deckrüden zu verzichten. Die gewählten Alternativ-Deckrüden waren für uns eben auch „nur“ 2. oder 3. Wahl und blutlich völlig anders liegend. Wir akzeptieren daher Heras natürliche und wiederholte Auslese. Wir behalten uns die Planung mit einer angebotenen Zuchthündin in Zuchtmiete vor, sowie die Reifung unserer Zucht zu einem späteren Zeitpunkt mit blutlich interessanten Zuwachs, sofern das Schicksal dies für uns bereits hält 😉

Denn für uns sind neben Gesundheit, die Wesenseigenschaften, besonders beim Malinois, die wichtigsten Faktoren. Die erfahrenen Züchter unter euch wissen: Ob und in wie weit sich allerdings unsere Idee de facto verwirklichen lässt, wird sich wohl immer erst nach einigen Jahren zeigen.  Die Zucht ist ein großes Buch mit vielen Kapiteln und jeder, der sich damit  befasst, weiß wie viele unterschiedliche Faktoren zur Zuchtrelevanz tatsächlich eine Rolle spielen können. Wesen setzt sich aber nicht nur genetisch; in der gezielten Auswahl der Elterntiere und unter Beobachtung des erweiterten Stammbaumes, sondern eben auch aus Zucht im Allgemeinen, Aufzucht und Ausbildung zusammen.

Wir möchten es uns deshalb zur Herzensaufgabe machen, den Welpen optimal auf seinem Weg zu begleiten und das beginnt für uns neben der passenden Auswahl des Deckrüdens, bereits mit der Gesundheit der Hündin, bzw. ihrer Trächtigkeit und der besonderen Ernährung in dieser Zeit.  Eine tragende Hündin benötigt eine gehaltvollere Ernährung als zuvor.

Außerdem achten wir darauf, dass die Hündin genügend Zeit für sich bekommt.  Auf einen strukturierten Tagesablauf und Ruhephasen wird noch genauer geachtet, damit sie sich an diese Sicherheit orientieren kann und zwar schon weit bevor sie überhaupt belegt wird. Ein weiterer, für uns sehr wichtiger und erfreulicher Punkt ist der, dass die Welpen in ein natürliches, bestehendes und voll funktionierendes Rudel hinein geboren werden. Denn unsere Hündin und unser Rüde leben frei und völlig uneingeschränkt (außer in der Hitze) als Rudel zusammen und pflegen ein Verhalten miteinander, wie es natürlicher und üblicher für sie beide nicht sein kann. Wenn die Hündin also erstmal „erlaubt“ den Rüden an die Welpen zu lassen, ist der Spielplatz eröffnet, das könnt ihr wissen 🙂 Sie wird – und zwar einschließlich des Rüdens –  damit beschäftigt sein, für „Zucht und Ordnung“ zu sorgen, da bin ich mir ganz sicher. Für die Welpen heißt das, dass sie nicht nur durch die Hündin geprägt werden, sondern eben auch mit allen Facetten eines Rüdens.

Fütterungstechnisch werden die Welpen nach und nach, ab der 3. Woche ca. sowohl Trockenfutter (zunächst eingeweicht), als auch Frischfleisch kennen lernen, damit die Welpen im neuen Zuhause keine Schwierigkeiten bei der Fütterungsumstellung bekommen. Egal ob Trofu oder Frischfleisch, gebarft/gefüttert werden soll.

In Bezug zur (ganzheitlichen) Ausbildung des Welpens möchte ich mit einem Zitat von Maria Montessouri beginnen. Sie sagte einmal: „Der Weg auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommen…“ Das möchten wir uns zum Leitsatz in dieser verantwortungsvollen Zeit machen. Wir möchten, dass jeder Welpe die Chancengleichheit nutzen kann und mit besten Voraussetzungen in sein neues Zuhause kommt. Um anschließend optimal  geformt werden zu können.

In der Prägungsphase stützen wir deshalb die Erfahrung, dass die Welpen am besten in einem relativ belebten Teil des Hauses aufgezogen werden. Wir setzen alles daran, die Frühumgebung zu optimieren, ohne zu stören. So wirkt es sich vorteilhaft aus, wenn die Welpen ab dem ersten Tag passiv den Geräuschen und Anblicken eines Haushaltes ausgesetzt sind. Typische Küchengeräusche, Unterhaltungen, Fernseher, Staubsauger, umhergehende Menschen usw. Natürlich nicht unmittelbar und überforderdernd bei den Welpen; die gewöhnliche Passivitität ist das ausschlaggebende Wort. Ab der 3./4. Woche ziehen die Welpen mit der Hündin dann nach draußen in den Zwinger um, der ausreichend Tageslicht, Platz und zugfreie frisch-Luft bietet. Sowie ein Auslauf, der bei Bedarf mit „gebucht“ und möglich gemacht werden kann. Zusätzlich kommen die Welpen je nach Wetter und Temperatur 1-2x in das freie Außengehege außerhalb des Zwingers, wo sie bereits ihre Umwelt mit ihren Sinnesorganen auf vielerlei unterschiedlicher Weise (u.a. akustisch, visuell, gustatorisch, taktil-kinästhetisch, olfaktorisch),  sowie motopädisch untersuchen und trainieren können. Der unterschiedliche Menschen- und Kinderkontakt und kleinere Ausflüge zu passender Zeit in der direkten Umgebung, wird ebenfalls geboten.

Am Wichtigsten bleibt jedoch hierbei eine feste Struktur, an der sich die Welpen orientieren können; deshalb sind für uns Spiel- und Spaßzeiten genauso wichtig, wie die Ruhe- und Schlafzeiten.

Wir wünschen uns für unsere neuen Welpenbesitzer einen gut geprägten und lebens- interessierten Welpen mit passenden Veranlagungen, mit dem es Spaß macht neue Abenteuer zu entdecken und vor allem einen leichteren, gemeinsamen Start zu ermöglichen.

Spezielle Wünsche und Fragen können jeder Zeit ohne Probleme an uns gestellt werden.

Käpt´n … 🙂

Quelle: www.bewegte-fotografie.de